Rosenkranzgebet immer Dienstags vor der Abendmesse
Senioren (regelmäßige Treffen)
Kirchenchor (Mitgestaltung kirchlicher Hochfeste)
Kinderkirche
KLJB (72-STD-Aktion, Erntedankgottesdienst)
Ministranten
Sternsinger
Patrozinium "Unserer Lieben Frau" mit Pfarrfest unter Mitwirkung des Gemeindeteams, Ministranten und der KLJB
Pfarrfest an Fronleichnam
am Dreifaltigkeitssonntag Patrozinium in Maria im Stein mit Kaffee und Kuchen
Messe für und mit den Narren an Fasnacht
Weltgebetstag
Wallfahrtsgottesdienste in Maria im Stein
Besuchsdienst
Feier der Erstkommunion
Die Pfarrei Unsere Liebe Frau Lippertsreute besteht z.Z. aus 461 Katholiken (Stand: 31.12.2021).
Die Pfarrkirche Unsere Liebe Frau in Lippertsreute
Quelle: Joachim Knoll
Das Zehntverzeichnis vom Jahre 1275 gibt ein sicheres Zeugnis, dass damals in Lippertsreute eine Pfarrei gestiftet war. Aus dem Jahre 1353 wissen wir, dass die Pfarrei zur Deutschordenskommende Mainau gehörte, und 1435 ist belegt, dass die Kirche vom Hermannsberg eine Filiale von Lippertsreute war.
Einem Visitationsbericht von 1590 ist zu entnehmen, dass die allerseligste Jungfrau Maria die Patronin der mit drei Altären versehenen Kirche ist, welche 1460 einen Turm erhielt.
Dessen Glocken haben ein ehrwürdiges Alter:
Die große wurde 1686 von Hans Ulrich Rosenlecher in Konstanz gegossen, die zweite 1752 von Leonhard Rosenlecher, die dritte 1496 (Biberacher Hütte) und die kleinste 1882 von den Gebrüdern Blersch in Überlingen. 1644, nach dem Dreißigjährigen Krieg, zeigte die Pfarrkirche ein erbärmliches Aussehen. 1778-1792 ließ der rührige Pfarrer Johann Baptist Nesensohn Dach, Sakristei, Tabernakel, Anstriche und Turmuhr renovieren bzw. erneuern.
1881-1882 e
Quelle: Joachim Knoll
rfolgte ein Kirchenneubau unter Pfarrer Fridolin Sprich und 1883 wurde eine neue Kirchenorgel angeschafft. Zwei, später zusätzlich angeschaffte Glocken mussten 1942 ebenso wie die zwölf Apostelleuchter und alle übrigen Metallgegenstände an die Reichsstelle für Metall abgegeben werden. In den Nachkriegsjahren wird das Kircheninnere durch Restaurator Arthur Kalbhenn einer Renovation unterzogen. Das 1961 von der Heidelberger Firma Schilling gegossene Geläut ist elektrifiziert.
Letzter Pfarrer in der Pfarrei Lippertsreute war Eduard Berenbold, bevor die Pfarrei ab 1974 auf den Owinger Pfarrer Konrad Amann übertragen wurde. Dieser begann 1984 mit der umfassenden Renovierung des Innenraums, der Sakristei und der wertvollen Statuen, welche 1989 mit der Sanierung des Pfarrhauses und der Erneuerung der Kirchenorgel abgeschlossen wurde.
2013 wurde ein neuer eichener Glockenstuhl eingebaut.
2015 wurden wir in die neue Seelsorgeeinheit Überlingen eingegliedert.
Die Kirche ist 1881/1882 im neugotischen Stil erbaut. Sie ist ein hell verputzter Saalbau mit jeweils vier spitzbogigen, schlanken Fenstern an den Längswänden und einfachen Strebepfeilern aus Sandstein, die auch am niedrigen eingezogenen Chor im Osten (mit 3/8 Schluss) wiederkehren. Im Westen erhebt sich ein mächtiger Turm über einem quadratischen Grundriss mit zweistufigem Pyramidendach. Die flache Holzdecke im Langhaus knüpft vom Charakter, nicht aber von der Konstruktion her, an mittelalterliche Bohlenbalkendecken an. Der Chor ist mit einem Rippengewölbe ausgestattet und wird durch dreifarbige Fenster aus der Freiburger Werkstätte Helmle und Merzweiler, die (von links nach rechts) die Heiligen Joachim und Anna, Maria mit Jesukind und Christus als König der Herrlichkeit sowie Josef und Maria zeigen. Die Holzstatuen der Hl. Barbara, Apollonia und Katharina aus der Zeit um 1500 sind im Chor angebracht. Ganz links davon ist die Statue des hl. Wendelin. Die Altarbilder stellen links den hl. Wendelin und rechts den hl. Aloisius dar.
Von außerordentlicher Schönheit ist auch die bäuerliche Muttergottes mit Jesukind aus der Zeit um 1460. Große barocke Kreuzwegbilder zieren die Wände im Langhaus. Der gotische auferstandene Christus sowie zwei Feuchtmayer-Engel runden den Kranz der wertvollen Figuren in der Pfarrkirche ab.
Wallfahrtsort und Kapelle Maria im Stein
Quelle: Joachim Knoll
Vermutlich schon im Jahre 1386 wurde der Wallfahrtsort gegründet. Urkundlich gesichert ist dies allerdings nicht.
Erst am 24. Februar 1550 wird die Kapelle in einem Erblehensrevers erstmals schriftlich erwähnt. In einer Karte von 1663 ist der Ort mit einem Kreuz und einem Turm gekennzeichnet. 1715 werden umfangreiche Reparaturen an der baufälligen Kapelle vorgenommen. Seine größte Blüte erlebte der Wallfahrtsort, der nur durch einen Wanderweg erschlossen ist, in den Jahren von 1720 bis 1750. Die Pilger strömten damals zum Gnadenbild der „Trösterin der Betrübten“. Zahlreiche Votivtafeln zeugen von gefundener Hilfe durch die Gebete zur Gnadenmutter. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Wallfahrtstätte aufgehoben, das Gnadenbild kam in die Lippertsreuter Pfarrkirche. 1948 wurde im Tobel eine neue Kapelle errichtet. Hauptwallfahrtszeit ist der Mai, bis in den Herbst hinein finden Messen und Andachten statt.
Kapelle St. Wendelin in Ernatsreute
Zur Pfarrgemeinde Lippertsreute gehört außerdem noch die städtische Kapelle St. Wendelin in Ernatsreute.